Zusammentrommeln für das Klima

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Anlässlich der Weltklimakonferenz und der Verhandlungen der Kohlekommission riefen wir am Samstag bei einem bundesweiten Aktionstag auch in Ulm um 11:55 Uhr („5 vor 12“)  zur Teilnahme an den großen Klimaschutzdemos am 1.12. in Berlin und Köln auf.  Mit Tausenden Menschen werden wir im Dezember auf die Straße gehen und der Regierung unsere Forderung verdeutlichen: Beendet das schmutzige Kohlezeitalter! An den Infoständen verteilten wir Informationsmaterialien zu den Demonstrationen Anfang Dezember. Ein bundesweiter Trägerkreis, zu dem auch Greenpeace gehört, organisiert die Großdemos unter dem Motto “Kohle stoppen! Klimaschutz jetzt!”.

Mangelnder Klimaschutz trotz Klimakrise

Obwohl die Folgen der Klimakrise weltweit mit aller Wucht zuschlagen, hat sich die Bundesregierung vom Klimaschutz faktisch verabschiedet. Wegen klimapolitischer Untätigkeit stagnieren die Treibhausgasemissionen in Deutschland seit 2009 auf hohem Niveau. Infolge dessen hat die Bundesregierung das Klimaziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, einfach aufgegeben. Deutschland und andere Länder heizen mit ihren hohen Treibhausgasemissionen unseren Planeten auf – das haben nicht zuletzt die schweren Dürren und Waldbrände im vergangenen Sommer deutlich gemacht. Es ist daher unverantwortlich, bei der Bewältigung der Klimakrise auch nur eine Sekunde zu zögern. Eine im August veröffentlichte Studie des Fraunhofer Instituts, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat, zeigt deutlich: Deutschland kann das Klimaziel 2020 sehr wohl noch erreichen – indem die Regierung Braunkohlemeiler abschalten und drosseln lässt sowie den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft beschleunigt.

Kohleausstieg hat internationale Bedeutung

Die geplanten Demonstrationen kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt: In Berlin verhandelt die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission über einen Fahrplan und ein Enddatum für den Kohleausstieg, inklusive erster Maßnahmen vor 2020. Zugleich startet im Dezember die Weltklimakonferenz im polnischen Katowice, wo die Staatengemeinschaft über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens berät.

Die zentralen Forderungen der Demonstrationen sind:

  • Das Pariser Klimaabkommen umsetzen: Klimaziele verschärfen und faire Unterstützung für arme und am stärksten von den Folgen betroffene Länder im Kampf gegen den Klimawandel.

  • Die Hälfte der Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland abschalten – und zwar so schnell, dass das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 noch erreicht wird.

  • Ein gesetzlicher Fahrplan für einen schnellen Kohleausstieg, mit dem das Pariser Klima-Abkommen und die nationalen Klimaziele eingehalten werden.

  • Der sofortige Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, Tagebaue und -erweiterungen.

  • Die zielgerichtete Unterstützung der Beschäftigten und eines sozialökologischen Strukturwandelprozesses in den betroffenen Kohle-Regionen.

 

Der BUND-Ulm organisiert einen Bus zur Demo in Köln: Infos zur Anmeldung gibts hier!

Die Website des Organisationsbündnisses gibts hier!

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