Vortrag über Lobbyismus

Media

Die deutliche Mehrheit der Bevölkerung lehnt die AgroGentechnik klar ab. Zu Recht, denn den Nutzen davon ernten die Konzerne, die sich durch durch das Patentsystem die von ihnen entwickelten Pflanzen teuer bezahlen lassen können. Den Schaden haben vor allem die Landwirte, die durch die Einführung der AgroGentechnik in Abhängigkeit von den Konzernen geraten. Die vielbeschworenen "Wunder" der AgroGentechnik (Pflanzen, die fast ohne Feuchtigkeit gedeihen etc.) findet man bisher nur in den Hochglanzbroschüren der AgroGentechnik-Lobbyisten. Auch den versprochenen Segen, den Hunger auf der Welt besiegen zu können, kann die AgroGentechnik nicht bringen - im Gegenteil! Die Erträge nehmen damit sogar auf Dauer noch ab. (Mal ganz davon abgesehen dass der Hunger auf der Welt nicht auf Nahrungsmittelknappheit zurückzuführen ist, sondern auf die Art, wie die Nahrung auf der Welt verteilt ist.) Und die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Natur sind noch weitgehend ungeklärt.

Es spricht also eine ganze Menge dagegen, die AgroGentechnik freizusetzen, wodurch sie sich automatisch unkontrolliert ausbreitet. Die Risiken sind nicht einschätzbar. Um jedoch ein Risiko einzugehen, sollte man einen sehr guten Grund haben. Welchen guten Grund haben die Behörden, die Forschung und die Firmen, die mit aller Macht versuchen, die AgroGentechnik gegen den Willen der Bevölkerung in Deutschland einzuführen?

Jörg Bergstedt liefert in seinem Vortrag Antworten auf diese Frage. Er zeigt an einem Beispiel auf, wie Behörden, Forschung und die Konzerne derart miteinander verflochten sind, dass man sie schon fast nicht mehr auseinander halten kann. Die treibende Kraft dahinter ist natürlich das Geld, das die Konzerne durch Ausnutzung des Patentrechts durch die AgroGentechnik verdienen können.

Auch wird einem dabei schnell klar, was die Bundesregierung in Wahrheit meint, wenn sie von "Investitionen in Bildung und Forschung" spricht - wie Frau Schavan ja auch bereits anlässlich der "gentechnikfreien Tafel" in Ulm am 13.09.2009 wiederholt betont hat. "Investition in Bildung und Forschung" bedeutet ganz besonders die Förderung der AgroGentechnik in Deutschland - ob wir wollen oder nicht!

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Günzburger BDM.

Termin:

Sonntag, 21.03.2010

um 19:30 Uhr

ins Gasthaus "Bischof" in

86476 Edelstetten

Mehr Informationen zu dem Thema findet Ihr unter http://biotech-seilschaften.de.vu.

Tags