Tschernobyl

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Ulm, 26.04.06 - Wie in vielen anderen Städten wurde auch in Ulm der Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Vor 20 Jahren explodierte der Reaktorblock vier des Atomkraftwerks. Große Landstriche in der Ukraine, Weißrussland und Russland wurden verstrahlt. Und auch in Deutschland stieg die Strahlenbelastung, so dass zum Beispiel in Bayern der Verzehr von Pilzen für den Menschen teilweise immer noch problematisch ist.

Nun wird viel darüber diskutiert, wieviele Opfer es tatsächlich gab. Die Angaben seitens der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) und seitens von Umweltverbänden gehen weit auseinander. Mit Sicherheit kann lediglich gesagt werden, dass es keine Möglichkeit gibt eine exakte Opferzahl zu berechnen, und dass solches auch völlig absurd wäre. Zu viele Menschen waren durch den Unfall betroffen und es muss alles getan werden, um einen entsprechenden Unfall in Zukunft zu verhindern.

In Ulm wurden zum Jahrestag Probleme der Atomenergie und Ausstiegschancen aus dieser riskanten Branche aufgezeigt. BUND, Naturfreunde, Lokale Agenda, IPPNW, Forum gemeinsam gegen das Zwischenlager in Gundremmingen und die Greenpeace Gruppe Ulm/Neu-Ulm waren mit Infoständen auf dem Münsterplatz präsent. Anschließend versammelten sich 300 Menschen zu einer Demo mit der Forderung "Nie wieder Tschernobyl. Atomkraft? Nein danke". Dass die Atomenergie von einem großen Teil der Bevölkerung abgelehnt wird, zeigte auch die Vielzahl der Veranstaltungen an diesem Tag: Abends wurde von den Chören Kontrapunkt und d'accord zum Konzert eingeladen und abschließend entzündete die Greenpeace Gruppe Ulm/Neu-Ulm mit Hilfe von Passanten knapp 600 Kerzen, die zu einem Radioaktivitätszeichen gestellt wurden.

Was kann ich tun, um gegen die Gefahren der Atomenergie anzukämpfen?

- den Eigenen Energieverbrauch senken - Tipps dazu gibts zum Beispiel beim

Greenpeace Magazin

- selbst aus der Atomenergie aussteigen - eine Liste von Ökostromanbietern

samt Bewertung gibt es bei www.greenpeace.de. Infos und Anbietervergleich

- selbst aktiv in die Umweltbewegung einstiegen - zum Beispiel bei uns

weitere Infos zum Thema Tschernobyl gibt es unter

www.greenpeace.de/tschernobyl

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