Protest für mehr Klimaschutz

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Nicht nur in Ulm protestieren Greenpeace-Aktivisten gegen die Modellpolitik von Mercedes-Benz. Die Bilder von den deutschlandweiten Protesten sind in der Collage unten zusammengestellt.

Deutschland, 14. 3. 2009 – Rund 120 Greenpeace-Aktivisten protestieren heute in 14 Städten vor Mercedes-Benz-Niederlassungen gegen die klimaschädliche Modellpolitik des Unternehmens. Die Aktivisten bekleben die Scheiben der Autohäuser mit rosa „Klimaschweinen“: Die M-Klasse von Mercedes, ein Geländewagen, bekommt Schweineohren und Ringelschwanz. Daneben heißt es: „Spritschlucker haben keine Zukunft“ oder „Abspecken fürs Klima“. In 24 weiteren Städten haben Greenpeace Aktivisten in der vergangenen Wochen bereits Botschaften an Mercedes-Benz gerichtet. Alle Botschaften zusammen ergeben eine Forderung an den Autohersteller, die ab heute Abend im Internet gezeigt wird: http://www.greenpeace.de/themen/klimawandel.

„Klimaschutz gibt es bei Mercedes-Benz nur als Ausnahme und gegen Aufpreis“, sagt Günter Hubmann, Verkehrsexperte von Greenpeace. „Spritspartechnik gehört in Zeiten von Klimawandel und Ölverknappung in alle Modelle.“

Besonders negativ auf die Klimabilanz wirken sich die Luxus-Geländewagen von Mercedes aus. Bis zu 400 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer erzeugen die etwa 2,5 Tonnen schweren Modelle. Die europäische Autoindustrie hatte sich verpflichtet, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis Ende 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu reduzieren. Aktuell liegt der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß von Mercedes-Benz-Fahrzeugen laut Kraftfahrtbundesamt bei 188 Gramm. Konkurrent BMW hat einen aktuellen Flottendurchschnitt von 160 Gramm CO2 pro Kilometer.

„Motorleistung und Masse dürfen nicht länger die Merkmale sein, über die sich Premium-Fahrzeuge definieren“, sagt Hubmann. Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Fahrzeuge jetzt schnell und konsequent senken. Das funktioniert kurzfristig und ohne Mehrkosten, wenn bei allen Modellen das Gewicht reduziert und die Übermotorisierung auf ein sinnvolles Maß eingeschränkt wird. Heute verfügbare Spritspartechniken wie die Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen müssen in Zukunft in alle Modelle als Grundausstattung ohne Aufpreis eingebaut werden.

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