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Ulm, 06.09.2014 - Für den Schutz der Arktis kletterten wir die insgesamt 968 Stufen des Ulmer Münsters hinauf, um von ganz oben für den Schutz der Arktis zu demonstrieren und somit Politik und Wirtschaft klarzumachen: Schützt die Arktis, jetzt! Am 04.09. startete die globale Fotoaktion, Ziel ist es, dass sich möglichst viele Menschen von Dächern, Bergspitzen und anderen Erhebungen für ein Schutzgebiet in der Arktis einsetzen. So erklomm ein Kletterer-Team die Spitze von Neuseelands höchstem aktiven Vulkan Ruapehu, etwas später entrollten Aktivisten ein 30 mal 20 Meter großes Banner von einem 150 Meter hohen Bürogebäude in Bangkok. Etwa zeitgleich protestierten weitere Aktivisten auch an der Chinesischen Mauer. In Deutschland wurden als Eisbären verkleidete Aktivisten auf der Bastei im Elbsandsteingebirge gesichtet, dem berühmtesten Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.

Natürlich wollten auch wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, denn welcher hochgelegene Ort eignet sich besser, als der höchste Kirchturm der Welt? Ein paar Bilder unseres Protestes findet ihr hier in der Galerie.

Nebenbei ergab auch noch eine Umfrage, die von der Agentur RIWI in 30 Ländern auf sechs Kontinenten durchgeführt wurde, dass sich 74% der Weltbevölkerung für ein Schutzgebiet in der Arktis einsetzen. Diese Studie macht deutlich, wie groß die Unterstützung für den Schutz der Arktis ist. Während sich 74 Prozent für die Einrichtung eines Schutzgebiets in der Hohen Arktis aussprechen (72 Prozent in Deutschland), erklärten rund 71 Prozent der Befragten weltweit (74 Prozent in Deutschland), dass sie für den kompletten Arktischen Ozean ein Verbot von Ölbohrungen und Schwerindustrie befürworten. Derzeit sind nur 1,5 Prozent der Fläche des Arktischen Ozeans geschützt - weniger als in jedem anderen Ozean auf der Welt.

Auch zahlreiche prominente Arktisschützer konnte die Bewegung in den letzten Monaten hinzugewinnen, so war die Schauspielerin Emma Thompson mit unserem Schiff, der Esperanza unterwegs zu einer Expedetiton in die Arktis, um sich die Auswirkungen des Klimawandels sowie die einzigartige Schönheit des fragilen Ökosystems anzuschauen und von dort die Weltpolitik zum Schutz der Arktis aufzufordern.

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