"Kein Geld für Atomkraft!"

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Ulm/Neu-Ulm, 27.10.2006: Heute haben Einzelpersonen und Mitglieder der Greenpeace Gruppe Ulm/Neu-Ulm vor der HypoVereinsbank in Neu-Ulm gegen die Finanzierungspolitik der Bank demonstriert. Sowohl Deutsche Bank, als auch HypoVereinsbank hatten geplant, den Bau des Risiko-Atomkraftwerks im bulgarischen Belene zu finanzieren. Belene liegt in einem Erdbebengebiet und ist als Standort für ein Atomkraftwerk besonders ungeeignet.

Nachdem die Umweltorganisation urgewald zusammen mit der Kampagne .ausgestrahlt auf die Pläne der Banken aufmerksam gemacht hatte, gingen tausende Protestpostkarten und -emails bei den Banken ein. Gegen den Bau des AKWs gab es am 13. Oktober 2006 Proteste in 23 europäischen Ländern und in Deutschland wurde eine Protestwoche angekündigt: in über 50 Städten wollten Einzelpersonen und Umweltgruppen vor den Filialen von Deutscher Bank und Hypovereinsbank ihre Meinung zum Ausdruck bringen.

Erst nach diesem enormen Druck enschlossen sich beide Banken eine halbe Woche vor dem Beginn der Proteste in Deutschland, aus dem Geschäft mit Belene auszusteigen. Ein riesiger Erfolg für die Umweltorganisationen. Doch ein kleiner Wermutstropfen blieb: Die Hypovereinsbank behält sich in ihrem Schreiben an urgewald eine weitere Finanzierung von Atomkraft mit dem Satz vor: "Die [Unicredit] Gruppe verweist jedoch darauf, dass dieses kein grundsätzlicher Ausstieg aus der Finanzierung von Atomkraft ist."

Genau das fordert die Demonstranten heute von der HypoVereinsbank. In Zukunft soll kein Geld mehr in solch zweifelhafte Projekte investiert werden. "Wir freuen uns zwar, dass HypoVereinsbank und Deutsche Bank aus dem Geschäft mit Belene ausgestiegen sind", so einer der Demonstranten, "doch die Banken müssen sich nun endgültig gegen die Förderung von Atomkraft entscheinden. Wenn zuerst tausende Protestpostkarten und weitere Aktionen nötig sind um zu verhindern, dass ein AKW in einem Erdbebengebiet finanziert wird, dann bleibt doch die Frage, ob die Kriterien zur Kreditvergabe der Banken akzeptabel sind."

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