Endlagersuche in Ulm

Ulm, 06.11.2008 - Da sich am kommenden Wochenende mal wieder ein Castor-Transport auf den Weg nach Gorleben macht um dort seinen Atommüll zu deponieren, obwohl Gorleben aber erwiesenermassen als Endlager ungeeignet ist, haben sich ein paar pflichtbewusste Mitglieder unserer Gruppe spontan dazu entschlossen, das Problem selbst anzupacken und ein wirklich sicheres Endlager für unseren Atommüll zu finden.

Dazu luden sie sich zunächst jeder ein schön strahlendes Atommüll-Fass auf den Gepäckträger ihres Fahrrads und schwangen sich dann mit Informations-Flyern bewaffnet in den Sattel. Die Passanten staunten nicht schlecht, jedoch wusste keiner, den wir nach einem Endlager für den Atommüll fragten, eine Antwort. Und leider war niemand dazu bereit, ein bisschen Atommüll mit zu sich nach Hause zu nehmen. Aber wenigstens unseren Flyer haben einige mit nach Hause nehmen dürfen.

Unter dem Strich müssen wir also leider sagen dass auch wir an diesem Tag leider kein sicheres Endlager für Atommüll haben finden können. Was vielleicht auch daran liegen könnte dass es schlichtweg kein sicheres Endlager gibt?? Schwarzmalerei? Vielleicht. Wer weiß, vielleicht können wir ja irgendwann den Müll einfach auf den Mond schiessen :-)

Wie dem auch sei - jedenfalls soll es immer häufiger vorkommen dass angesichts der ungelösten Endlager-Problematik und den sehr häufigen Pannen in Atomkraftwerken immer mehr Stimmen den Umstieg auf umweltfreundliche Energie-Gewinnung fordern! Der Ausbau regenerativer Energien würde zudem auch noch Arbeitsplätze schaffen. Aber dann hätten wir ja auch keine Castor-Transporte mehr... ;-)

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