Cofrentes17

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Ulm, 02.12.2014 - Um gegen die Anklage der sogenannten Cofrentes17 - der 16 Aktivisten und einem freiberuflichen Fotografen - ein Zeichen zu setzen, protestierten wir heute in unserem Büro mit dem Symbol für die 17 angeklagten Greenpeace-Aktivisten. Die 16 Aktivisten hatten im Jahr 2011 „Peligro Nuclear“ (Nukleare Gefahr) auf einen der Kühltürme des AKWs in der spanischen Stadt Cofrentes geschrieben. Damit wollten sie auf die Gefahr für Menschen und Umwelt durch den alten Meiler hinweisen. Die spanische Regierung drohte ihnen daraufhin mit rund zweieinhalb Jahren Haft und Greenpeace mit einer Geldstrafe von 360.000 Euro. Einem freiberuflichen Fotografen, der die Aktion dokumentierte, wurde ebenfalls eine Haftstrafe in Aussicht gestellt.

 

UPDATE 17.12.2014: Freispruch für alle 16 Aktivisten und den freiberuflichen Fotografen:

Nun gab der Strafgerichtshof von Valencia seine Entscheidung bekannt. Er sprach alle 16 Aktivisten  sowie den Fotojournalist von den Vorwürfen der öffentlichen Unruhestiftung, Sachbeschädigung und Körperverletzung frei. Ihnen werden nun lediglich das Durchbrechen des Geländezauns und weitere kleine Schäden zur Last gelegt; die Geldstrafe beläuft sich auf insgesamt rund 17 000 Euro. Der Betreiber des Atomkraftwerkes forderte knapp 360 000 Euro.

Greenpeace begrüßt diese Entscheidung;  sie setzt ein Zeichen für das Recht  auf Umweltschutz und gegen maßlose Strafandrohungen gegen Menschen, die sich dafür einsetzen.

 

„Die Entscheidung bestätigt: Der Protest in Cofrentes war friedlich, niemand wurde verletzt“, sagt Mario Rodriguez, Direktor von Greenpeace Spanien. „Das Urteil macht deutlich, wie vergeblich der Versuch ist, friedlichen Protest und Umweltaktivismus  bestrafen zu wollen.“

Mehr unter: http://www.greenpeace.de/search/Cofrentes17

 

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