Blumen für Bienen

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Am 20. Mai ist der Tag der Biene. Die Gelegenheit wollten wir nutzen, um euch ein bisschen über das Thema zu informieren.

Zuerst die schlechten Nachrichten...

2019 wurden in Deutschland täglich 181 Hektar Land versiegelt. Um es sich besser vorstellen zu können: Jeden Tag  fielen Wald und Wiesen einer Größe von 116 Fußballfeldern dem Bagger zum Opfer.

Wir allen nutzen und leben auf Flächen, die einst Natur waren und nun zu Beton geworden sind. Deshalb sollten wir uns alle bemühen, der Natur etwas zurückzugeben. Tiere und Insekten brauchen Lebensraum und Nahrung.

Was ihr tun könnt:

Wenn Ihr einen Garten habt, dann ist das ideal: Wildblumenwiese statt englischem Rasen, blühende Büsche und Obstbäume statt Thujas und Kräuterbeete statt Kiesgärten - immer her mit einem giftfreien Naturgarten. Balkone und Terrassen bieten auch eine Möglichkeit der Bepflanzung. Selbst ohne Balkon kann man blühende Fensterkästen aufhängen. Und wer das nicht darf, kann auf andere Grünflächen Samenbomben werfen, älteren Menschen bei der Gartenarbeit helfen oder irgendwo ein Stückchen Erde finden, das man bepflanzen darf. In manchen Städten gibt es auch Gärten, die allen frei zur Verfügung stehen.

Worauf ihr achten müsst:

Nicht jede Blume ist auch bienenfreundlich. Wichtig ist, dass sie viel Nektar und/oder Pollen produziert und lange blüht.  Die Blüten sollten ungefüllt und weit geöffnet sein, damit der Nektar für die Insekten gut sichtbar und erreichbar ist.

Einjährige Blumen: Einjährige Blumen könnt Ihr selbst aus den Samen ziehen oder als kleine Pflänzchen kaufen. Bienenweiden bestehen auch aus einjährigen Blumen. Nachdem sie verblüht sind, bilden sie Samen. Ihr könnt diese sammeln, trocken lagern und im nächsten Jahr wieder aussäen. Kauft Biosamen beziehungsweise Biopflanzen, denn sonst  könnte es sein, dass deren Samen keine Pflanzen hervorbringen.

Zur Balkon- und Fensterkastenbepflanzung und für Bienenwiesen eignen sich die einjährigen Blüten besser, etwa Ringelblume, Sommeraster, Zinie, Phazelie, Tagetes- oder Studentenblume, Strohblume, Mohnblume, Kornblume, Sonnenblume, Schmuckkörbchen, Malve und viele mehr.

Mehrjährige Blumen, wie winterharte Stauden und Zwiebelblumen: Die Blume verblüht, das Laub verwelkt. Man schneidet  die vertrockneten Blütenstängel und das Laub erst im Frühjahr ab, so dient es noch als Winterfutter für die Vögel und als Winterschutz für die Pflanzen. Sie eignen sich besser für die Gärten als für den Balkon, kommen jedes Jahr von alleine wieder und machen nicht viel Arbeit. Beispiele sind Herbstaster, Akelei, Sonnenhut, Ehrenpreis, Glockenblumen, Löwenmäulchen, Sommer- Besen u.  Schneeheide, Vexiernelke,  Lupine, Himmelsleiter, Herzgespann, Sterndolde, Duftnessel, Moschusmalve, Bergflockenblume, Eisenkraut, Fetthenne, Scheeglöckchen, Krokus, Tulpe, Narzisse und WInterlinge.

Gewürzpflanzen: Bienen lieben die Blüten von Majoran, Thymian, Rosmarin, Salbei, Dost, Lavendel, Boretsch, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse, Monarde, Bergminze, Bergbohnenkraut und Dill.

Blühende Sträucher: Sommerflieder, Lavendel (balkontauglich), Bartblume (blüht nach dem Lavendel bis in den Herbst) - diese drei gehören zu den absoluten Lieblingen der Schmetterlinge und Bienen.

Wildblumen- und kräuter: Auch hier gibt es jede Menge, etwa Löwenzahn, Skabiose, Wiesenmargerite, Storchenschnabel, Giersch, kriechenden Günsel, Hahnenfuß, Taubnessel, Lungenkraut, Odermenning, Braunelle, Knoblauchsraute, Klee, Färberkamille, Wiesensalbei, Schafgarbe, Spornblume, Nachtkerze,  Bärlauch, Brennessel und Disteln für Schmetterlingsraupen.                                                                                                                                                                                                             

Und abschließend noch ein Tipp: Oft wird nur im Sommer an die Bienen gedacht. Es sollten aber Pflanzen ausgesucht werden, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, vom Frühling bis spät in den Herbst.

Also: Ran an die Blumen und viel Spaß beim Pflanzen :)