Deutschlands letzte Urwälder

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Am Donnerstag hielten wir einen Vortrag zum Thema "Die letzten Rotbuchenwälder Deutschlands" in der Stadtbücherei in Erbach. Mit einem sehr interessierten Publikum verbrachten wir einen informativen und lehrreichen Abend.

Eigentlich wäre Deutschland zu zwei Dritteln von Rotbuchen bedeckt. Heutzutage ist nur noch ein Drittel der Gesamtfläche unserer Heimat bewaldet. Papier- und Holzindustrie, sowie die Gier nach Bodenschätzen wie Braunkohle zerstören nach und nach die Lebensgrundlage nicht nur von unzähligen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch vom Menschen. Was früher unser Ursprung und Lebenraum war, ist auch heute noch ein immens wichtiger Bestandteil der Flora und Fauna in Deutschland und Europa.

Der Wald erfüllt unglaublich viele Funktionen, von denen man im alltäglichen Stadtleben wenig mitbekommt. Sei es die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts oder das Reinigen und Speichern von Wasser – viele Prozesse sind für den Menschen unsichtbar. Nichtsdestotrotz gilt es, diese Kreisläufe zu schützen:

Um den Klimawandel zu bremsen ist es wichtig, Kohlenstoff zu binden. Das tut der Wald (und außerdem der Erdboden), in dem er als CO2-Speicher fungiert. Schließlich setzen Bäume CO2 in Sauerstoff um und filtern dabei Schadstoffe aus der Luft. Diesen Sauerstoff atmen fast alle Lebewesen ein. Warum also zerstören, was unser Überleben sichert? Gleichzeitig steigt der CO2-Ausstoß immer weiter. Die Kombination aus diesen beiden Vorgängen führt zu einer deutlich erhöhten Schadstoff- und CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre. Der Treibhauseffekt verstärkt sich somit weiter, und die Temperaturen steigen weltweit an.

Diese Entwicklung können und wollen wir nicht weiter hinnehmen! Darum kämpft Greenpeace für die Erhaltung der Wälder Deutschlands und stellt folgende Forderungen:

  • Den Stopp der weltweiten Entwaldung bis 2020 (analog zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung)
  • Die Verbesserung des ökologischen Zustandes sowie die Vergrößerung der globalen Waldfläche
  • Eine ökologische Nutzung der öffentlichen Wälder in Deutschland, inklusive der forstlich ungenutzten „Urwälder von morgen“ auf 10 Prozent der Flächen bis 2020

 

Jeder kann helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Fast die Hälfte der gefällten Bäume landet in der Papierproduktion. In Deutschland verbrauchen wir pro Kopf 242 kg Papier im Jahr. Eigentlich könnten wir mit 30-40 kg im Jahr auch gut auskommen. Daher sind die wichtigsten Grundsätze beim persönlichen Schutz der Wälder:

  • Papier sparen,
  • Recyclingpapier mit dem Blauen Engel verwenden,

 

Was Greenpeace im Spessart für Arbeit leistet, seht ihr oben im Video.

Mehr Infos gibt es auf der Seite von Greenpeace Deutschland.