Anti-AKW-Theater

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Ulm, 14.06.2008 - Endlich haben wir es geschafft: unsere lange geplante und oft verschobene "Anti-Atomkraft"-Aktion wurde in die Tat umgesetzt! Mit Hilfe eines selbstgebastelten Mini-Atomkraftwerks, Wissenschaftler-Kitteln und Strahlenschutz-Anzügen wurde in einem kleinen Theaterstück ein GAU nachgespielt: Während unter einem Banner mit dem Schriftzug "Warten Sie mit uns auf den nächsten GAU" die Bevölkerung ahnungslos Kaffee, Tee und Kekse zu sich nimmt, braut sich im nahegelegenen Atomkraftwerk ein Unheil zusammen: Ein verrückter Wissenschaftler übertreibt es mit seinen Experimenten, der Reaktor überhitzt. Eine Alarmsirene heult auf! Der Wissenschaftler und seine Gehilfen versuchen noch den Reaktor herunterzufahren, doch zu spät - die Explosion kann nicht mehr verhindert werden, die Katastrophe ist perfekt! Das verstrahlte Gebiet wird weiträumig abgesperrt, Helfer rennen herum und versuchen durch Verteilen von Jodtabletten (Traubenzucker) an die Bevölkerung den Schaden einzugrenzen...

In den Pausen zwischen dem Theaterstück wurden Interessierte anhand von Infotafeln über die Funkionsweise und die Risiken von Atomkraftwerken aufgeklärt und ihnen Informationen gegeben, wie sie selbst durch einen Wechsel ihres Stromanbieters zum Ausstieg aus der gefährlichen Kernenergie beitragen können. Als Souvenier wurden den Passanten kleine, mit dem Warnzeichen vor radioaktiven Stoffen versehene Streichholzschachteln, überreicht, symbolisch für den radioaktiven Abfall den jeder Bürger pro Jahr produziert. In der Schachtel befand sich neben den "Brennelementen" (den Streichhölzern) auch ein kleiner Flyer mit Infos zu umweltfreundlichen Stromanbietern und Internet-Links, z.B. zu www.atomausstieg-selber-machen.de .

Leider war diese erste Aktion nur von mässigem Erfolg gekrönt: Die Wahl des Münsterplatzes als Veranstaltungsort stellte sich als sehr schlecht heraus, da der Platz viel zu groß war, das Theater dadurch viel zu klein wirkte und die Leute meist zu weit entfernt vorbeigingen um aufmerksam zu werden. Ausserdem war der Lautsprecher, den wir für die Alarmsirene und die Explosionsgeräusche verwendeten, viel zu leise. Noch dazu waren die Infotafeln etwas zu nahe am Theaterstück platziert, wodurch sich viele Leute nicht trauten, diese genauer anzuschauen. Auch waren wir sonst einfach noch zu "untrainiert"... doch aus all diesen Erfahrungen haben wir gelernt, und uns darum dazu entschlossen, die Aktion bald nochmal durchzuführen.

Am Sa, den 05.07.2008 war es dann soweit - und dieses Mal lief auch alles perfekt: Der Standort in der Hirschstrasse war super, der Sound ordentlich laut, dank der traurigen Musik am Schluss wussten wir auch, wann denn das Stück dann wirklich zu Ende war. Das Theater selbst kam sehr gut an und auch die Traubenzucker-Jod-Tabletten erfreuten sich grosser Beliebtheit. Die Flyer und Streichholzschachteln gingen weg wie warme Semmeln, und viele Leute lauschten gespannt unseren Ausführungen zur Atomkraft. Alles in allem eine sehr erfolgreiche Aktion die ausserdem noch großen Spaß gemacht hat! Einziger Wermutstropfen: Bei dieser Aktion hatte leider keine eine Kamera dabei, weshalb wir Euch leider auch keine Bilder davon zeigen können! Aber was soll's, man kann nicht alles haben! ;-)

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